
Dieser Beitrag erschien am 11.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.
Prominente Unterstützung bekam Geert Wilders heute vom international bekannten niederländischen Autor Leon de Winter. In einem Interview mit Deutschlandradio erklärte er:
Scholl: Ein Schriftsteller wie Sie dürfte auf jede Form von Zensur allergisch reagieren. Wie ist es in diesem Fall, Herr de Winter, soll der Film von Geert Wilders gezeigt werden?
de Winter: Ja, das ist die einfache Antwort. Ich sage nicht, dass ich seiner Meinung bin, dass er recht hat oder so was, obwohl ich überhaupt nicht weiß, was er sagen würde und könnte. Nur, dass er die Freiheit hat, auf jede Religion Kritik auszuüben, warum nicht auf den Islam?
De Winter beschreibt Wilders als einen Menschen, den seine Lebensumstände, also permanente Drohungen gegen Leib und Leben, zu dem gemacht haben, was er jetzt ist:
Er hat kein Privatleben mehr. Schon seit vielen Jahren lebt er unter schwerem Schutz wie Ayaan Hirsi Ali. Und als das angefangen hat, war er noch nicht der Wilders, der er jetzt ist. Unter anderen Umständen schon, mit Kritik auf Immigration, Integration waren die Drohungen schon so schwer, dass er unter Schutz lebt. Und das hat seine Kritik und seine Unbequemlichkeit mit allem, was mit dem Islam zu tun hat, verstärkt.
Deutliche Worte gibt es für die höchstwahrscheinlich folgenden Krawalle:
de Winter: Aber hören Sie mal, wenn Muslime in Pakistan einander ermorden, weil in Holland jemand einen verrückten kleinen Film über den Islam gemacht hat, wollen wir da eine Verständigung entwickeln für diese verrückten Menschen? Das sind doch Religionsverrückte! Wie sollen wir damit anders umgehen? Wenn man wirklich denkt, dass Allah so groß und mächtig ist, dann wird Allah selber mit Wilders abrechnen!
Und spricht über etwaige Folgen, falls die Filmaufführung verboten werden sollte:
Und was weiteres: Wenn wir das verbieten, dass wir Wilders verbieten, einen islamkritischen Film zu machen, sollte man mir verbieten, ein kritisches Buch über Juden zu veröffentlichen? Ich habe viele sehr kritische Artikel geschrieben über die Quellen, die Brunnen des Judaismus. Und ich sage, es hat nie einen Moses gegeben. Sollte ich jetzt ermordet werden? Wir können nicht auf diesen Weg gehen. Das haben wir schon hinter uns, schon Jahrhunderte lang.
Das gesamte Interview kann man hier hören.
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