
Einen Kommentar der besonderen Art hat der österreichische Standard veröffentlicht. Aber es ist nicht nur die Tatsache, daß sich die Schreiberin auf wenigen Zeilen vielen Themen widmet, die stört. Richtig schlimm wird es, wenn Gudrun Harrer Ursachenforschung für die Worte Osama bin ladens betreibt. Der erste Schuldige ist natürlich George Bush:
Ein Geschenk für alle Extremisten, scheint die Rede doch zu beweisen, dass - wenn George Bush so sehr mit dem Resultat der Irak-Intervention zufrieden ist - die USA wirklich andere als die von ihnen angegebenen Ziele im Irak verfolgen.
Und der zweite ist der so gar nicht ins Bilde des verordneten Kniefalls passende Geert Wilders:
Und ein weiteres Extremistengeschenk - und die nächste Krise zwischen Europa und der islamischen Welt - ist bereits in der Pipeline: Der Film des Niederländers Geert Wilders, der den einzigen Zweck hat zu zeigen, was der Islam für eine schlimme Religion ist, läuft zu Monatsende an.
Aber die Leiterin des Ressorts Außenpolitik hat auch schon in der Vergangenheit geglänzt. Wie zum Beispiel in diesem Interview mit muslim-markt.de, in dem sie klar zur Situation im Iran Stellung bezieht:
Es ist ganz furchtbar, was da die jahrelange US-Propaganda in den westlichen Köpfen bewirkt hat, diese antischiitische Stimmung.
Dank Standard wissen wir jetzt, wie Terroristengruppen zu stoppen sind: Per Kniefall und Entschuldigung.
9 Antworten bis jetzt ↓
1 ephemeridenzeit // Mrz 21, 2008 at 15:52
Lieber Gegen-den-Strom,
es fällt schwer zu verstehen, was dieser Blog-Eintrag und vor allem der letzte Absatz bezwecken soll. Denn erstens grundsätzlich sollte das ‘Ursache-und-Wirkung’-Prinzip nicht ganz außer acht gelassen werden. Und zweitens sagten schon die Altvorderen, dass der Klügere gemeinhin nachgäbe.
Zum ersten: Wer die neuere Geschichte des Iraks, aber auch Afghanistans und Pakistan näher untersucht, findet massenhaft Beispiele für direkte amerikanische Einflussnahme in diesen Ländern. Entweder hatte dies die Installierung von Diktaturen (Irak: Saddam Hussein, Pakistan: Pervez Musharraf) zur Folge, oder aber die massive Destabilisierung durch Unterstützung von radikalen Gruppen (Afghanistan: Talibankämpfer). Das größte Problem dasbei: Die US-Administration entzog noch jedes Mal, wenn die außenpolitischen/wirtschaftlichen Faktoren es notwendig machten, diesen Regimes/Extremisten ihre Unterstützung, dämonisierten sie und versuchten eine andere Gruppe an die Macht zu hieven. Auf Dauer werden auf diese Weise ganze Gesellschaften bis in das Mark hinein ausgehöhlt und zerstört. Die Effekte sind gemeinhin sichtbar. Sowohl in Pakistan, als auch in Afghanistan und im Irak toben Bürgerkriege - und die betroffenen Menschen besinnen sich auf jene Werte, die ihnen durch äußere Einflüsse nicht zu nehmen sind. Religion, Familie, Stammeszugehörigkeiten. Entsprechend dünnhäutig reagieren sie, wenn auch dies vermeintlich bedroht wird. Meine Empfehlung lautet daher, dass sich vor allem die USA tatsächlich für lange Zeit den nunmehr per exesio betriebenen außenpolitischen Spielchen enthalten sollte. Dann entfällt eines Tages auch die Ursache für viele terroristische Brutherde auf dieser Welt.
Zum zweiten: Natürlich muss man nicht jedesmal, wenn man geschlagen wird, auch die zweite Wange hinhalten. Doch eine Form von Beschwichtigungshaltung, welche auf Augenhöhe erfolgt und die auch einmal die Verletzlichkeiten der ‘Gegenseite’ mit einbezieht, wirkt sicherlich de-eskalierender als das aufgebrachte ‘Das lassen wir uns nicht bieten!’-Geheule. So übrigens sind die europäischen Staaten in den 1. Weltkrieg gerutscht. Hier hatten zunächst die Fürstenhäuser und dann die jeweilig aufgestachelten Volksmassen zu viel Stolz und zu viel falsch verstandene Ehre, als das irgendjemand moderierend aufgestanden und ‘Halt’ gerufen hätte. Und als bei einigen Regierungen sogar inklusive des deutschen Kaisers dann doch noch so etwas wie ein mulmiges und damit gesund-vernünftiges Gefühl aufkam (Wilhelm II. schrieb immerhin noch ein letztes bittendes Telegramm an den Zaren und auch die Engländer hofften in letzter Sekunde, dass in Europa nicht die Lichter ausgingen), war es zu spät.
Wollen wir so etwas wieder haben? Wegen Ehre und Stolz?
Fragt sich österlich-nachdenklich
Die Ephemeridenzeit
2 schwejk1 // Mrz 21, 2008 at 16:25
wir wollen definitiv keinen krieg wegen ehre und stolz. ich kann mich an keine einzige drohung von westlicher seite erinnern, die an ein islamisches land aufgrund eines filmes gerichtet waren. du hast wieder einmal geschickt die täter zu opfern gemacht.
hier in europa schreit niemand “das lassen wir uns nicht bieten”. woher kommen denn diese schreie?
tatsache ist leider, daß der islam nie so etwas wie eine reformation durchlaufen hat. gleichzeitig verfügen solche religionsregimes, die auf einem mittelalterlichen koran basieren, über massenvernichtungswaffen. und das paßt nicht zusammen. das kann man auch nicht durch wegschauen, toleranz oder nachgeben kaschieren. man muß einmal eine linie ziehen und sagen: bis hierher und keinen schritt weiter. wilders ist nicht der täter, er überbringt nur die botschaft, denn die taten der islamischen welt sprechen für sich selbst.
zu george bush kann man stehen, wie man will. er hat viele fehler gemacht, vor allem, daß er keine nachkriegsstrategie im irak hatte. was man ihm aber sicher nicht zum vorwurf machen kann, ist die tatsache, daß er als einziger mal den anfang gemacht hat, um die arabische welt von ihren widerlichen totalitären herrschern, mit denen sich vorher die ganze welt wegen erdöl arrangiert hatte, zu befreien. daß eine funktionierende demokratie nicht über nacht installiert werden kann, vor allem wenn das land von diktaturen umgeben ist, sollte gerade in österreich und deutschland, wo es nach dem 1. weltkrieg, wenn wir schon so weit ausholen, noch 35 jahre dauerte, bis die demokratie funktionierte, leicht zu verstehen sein
3 Porky // Mrz 21, 2008 at 17:37
Liebe Ephemeridenzeit, … (…)
schlechtes Wetter ? Langeweile?
deine Meinung strotzt nur so von:
LEFTIST BULLCRAP!!!
Meine Empfehlung: Pistole kaufen - selbst in’ Kopf schiessen (schöne Ostern noch!)
4 ephemeridenzeit // Mrz 22, 2008 at 14:38
@Porky,
in aller Aufgebrachtheit scheint Ihnen das schöne Deutsch abhanden zu kommen. ‘Schießen’ jedenfalls schreibt sich immer noch mit ‘ß’, auch wenn manch einem ‘SS’ wohl näher stünde?
5 Marti // Mrz 23, 2008 at 14:26
Wer die Krankheit, an der Ephemeridenzeit leidet, besser verstehen will, lese “Der Schuldkomplex” des hellsichtigen französischen Autors Pascal Bruckner. Hier ein Auszug aus der Kurzbeschreibung bei Amazon:
“Ganz gleich ob wegen Sklaverei, kolonialer Vergangenheit oder Faschismus - in Europa ist das Sprechen über Schuld und Scham seit dem Zweiten Weltkrieg das höchste politische und moralische Gebot. Die permanente Büßerhaltung verstellt jedoch den Blick dafür, wie wir verantwortungsvoll mit der eigenen Geschichte umgehen und für die Zukunft aus ihr lernen können.”
“Die Welt hasst uns, und wir verdienen es, ja wir lieben es geradezu, gehasst zu werden - so lautet jedenfalls die feste Überzeugung einer Mehrheit der Europäer. Seit 1945 sind wir es gewohnt, in einer übertriebenen, unreflektierten Büßerhaltung zu erstarren.”
6 Porky // Mrz 23, 2008 at 20:08
@ephemeridenzeit
ein “sz” für ein doppel-ess?
ist das alles?
schon mal bedacht das ausserhalb der deutschzone kein ’sz’ im pc eingebaut wird?
schwach!!
ps/ wenn pistole kaufen nicht geht, was ich annehme, - dann schenken lassen..
@ marti
sehr gut gesagt, ganz ohne ‘Aufgebrachtheit’..
7 Porky // Mrz 23, 2008 at 20:11
@ äffemeridentseit
“ß” Ü-Ä-Ö% ?
ich lach mich tot…

8 Porky // Mrz 23, 2008 at 20:15
” SS” -und Nazikeule ?, was sonst, von einem
leftist Bullcrapper…
9 schwejk1 // Mrz 23, 2008 at 20:55
@ porky: geht das auch in einem kommentar und ohne aufforderung zum selbstmord?
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