Stop Islam

“Meinungsterrorist und Null-Toleranz-Theoretiker” taz 19.6.2008

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Wikipedia droht Moslemzensur

März 26th, 2008 · Keine Kommentare

Tunnelblick
Wir sind es ja gewohnt. In England ist das Zwangsheiratsproblem kein  muslimisches, sondern ein asiatisches. In Deutschland überfallen keine Moslems, sondern mit Turnschuhen, Hose und T-Shirt bekleidete Südländer U-Bahn Passanten. Auf Youtube darf der Koran nur gepriesen, aber nicht zitiert werden. In Holland soll ein Film verboten werden, den noch keiner gesehen hat.
Und jetzt ist Wikipedia dran. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet:

Schon fast gewohnheitsmäßig kochen die Emotionen in der islamischen Welt hoch, wenn der Westen den Propheten Mohammed abbildet. Ein aktueller Bilderstreit dreht sich allerdings nicht um Karikaturen oder Plakatkunst, sondern um mittelalterliche Abbildungen des Religionsstifters in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia.

Jahrhunderte alte Bilder also. Wieso stößt man sich erst jetzt daran? Liegt es vielleicht daran, daß der Großteil der islamischen Welt erst seit kurzem Zugang zu Büchern und Internet hat? Auf alle Fälle ist Zahl der Beleidigten wieder mal sehr groß, diesmal in Form einer Vereinigung, die sich “muslimische Meuterei” nennt:

„Im Islam sind Bilder des Propheten nicht erlaubt“, betont eine Online-Petition, in der inzwischen knapp 420.000 Muslime aus aller Welt die Entfernung der Darstellungen Mohammeds von der Online-Plattform fordern.

Konsequenzen werden  wikipedia bei Nichtbeachtung zwar noch keine gedroht, dafür öffnet ein Blick in die nahe Vergangenheit die Augen für mögliche Reaktionen in der Zukunft.
Auf wissenschaftliche Argumentation:

Zudem müssten für die Präsentation aller Religionen dieselben Richtlinien gelten, erklärt das Internetlexikon auf seiner eigenen Seite

wird klassisch mit Krawall reagiert:

Gegen seine Prinzipien, die jedem Benutzer die Bearbeitung von Artikeln ermöglichen sollen, musste das Online-Lexikon den Beitrag über Mohammed „wegen Vandalismus“ sperren.

Und deswegen gibts auch schon die erste Extrawurst:

Dennoch kommt das Internetlexikon den Bedürfnissen islamischer Nutzer entgegen und hat eine Bildschirmeinstellung entwickelt, welche die Bilder des Propheten Mohammed bei jedem Login unterdrückt. Muslime könnten, so Wikipedia, auch auf die nach islamischen Richtlinien erstellte „MuslimWiki“ ausweichen.

Schön, daß es ein “Muslimwiki” gibt. Vielleicht sollten unsere islamischen Freunde dort bleiben und ihre krausen wissenschaftlichen Theorien dort diskutieren, da sie ja mit Thesen und Gegenthesen nicht viel anfangen können, da es natürlich erwiesen ist, daß Allah die einzig wahre Botschaft verkündet - in allen Bereichen.

Tags: islam · meinungsfreiheit · politik · zensur

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