Stop Islam

“Meinungsterrorist und Null-Toleranz-Theoretiker” taz 19.6.2008

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Große Probleme in Kleinasien

März 30th, 2008 · Keine Kommentare

Gewalttäter
Daß die höhere Gewaltbereitschaft unter muslimischen Migranten doch auch andere Gründe außer der angeblichen sozialen Benachteiligung haben könnte, darauf deutet ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hin. Sie war auf Lokalaugenschein in der Türkei:

Nicht wenige Schüler können in der Tat mit dem Messer besser umgehen als mit dem Griffel. Das Erziehungsministerium gab bekannt, im Schuljahr 2006/07 seien auf den Schulgeländen sechs Schüler ermordet und 77 verletzt worden. Für das erste Halbjahr 2007/08 nennt es zwei getötete Schüler. Die Lehrergewerkschaft Egitim-Sen hält diese Zahlen für untertrieben. Sie enthielten nur jene Fälle, über die auch die Presse berichtet habe. Die Dunkelziffer sei erheblich größer.

Solche Attacken sind in dieser Statistik noch nicht enthalten:

Fälle wie jener der 14 Jahre alten Schülerinnen U.D. und E.C. aus Osmaniye würden nicht erfasst. Sie wollten sich vor wenigen Tagen an ihrer verhassten Lehrerin rächen und kippten ihr Rattengift in das schlanke Teeglas. Nur weil die Kantinenfrauen Reste davon gleich entdeckten, konnte der Lehrerin rechtzeitig der Magen ausgepumpt werden.

Trauriger Höhepunkt dieser Aufzählung des alltäglichen Grauens ist der Blutrausch einer Elfjährigen:

Warum nimmt mich denn keiner ernst?“, fragt die Elfjährige ungeduldig die Polizisten, die sie umringen. „Ich habe ihn getötet, ich.“ Noch immer wollen die Beamten ihr nicht glauben, bis ihnen die DNA-Analyse die Sprache verschlägt. Tatsächlich hat die Elfjährige den neunjährigen Schüler Yusuf aus der Nachbarschaft getötet. Nicht einfach nur getötet. Mit 109 Messerstichen in einen qualvollen Tod geschickt.

Erklärungen für solche Taten werden noch gesucht. Die einfachste ist auch in Kleinasien schon geläufig:

Der Schuldirektor für Istanbul machte für die Welle der Gewalt an den türkischen Schulen die Filmindustrie verantwortlich und sprach von den „importierten Filmen“.

Die Lehrer an der Basis halten die Filmindustrie zwar auch für schuldig, von einem Import wollen sie aber nichts wissen:

Ehrlicher war ein Lehrer der Schule. Er klagte die türkische Volkskultur an, sie propagiere, Probleme seien nur mit Gewalt zu lösen, und er warf der Filmaufsicht unzureichende Kontrolle vor. Konkret nannte er das Format „Tal der Wölfe“. Ein türkischer Kritiker der populären, aber umstrittenen Fernsehserie hatte einmal ausgerechnet, dass in einer Folge im Durchschnitt 32 Menschen sterben müssen

Die Motive für die Filmtoten sind dank einer integrationsresistenten Zuwanderergruppe auch schon in Mitteleuropa bekannt:

Ihr Blut fließt, weil mafiöse Helden um Polat Alemdar in einem Akt der Selbstjustiz sich auf die Rettung der Ehre der türkischen Nation berufen.

Jugendliche ohne Schußwaffenzugang verarbeiten das Gesehene dann so:

Schüler von Polat Alemdar sind auch jene 20 Kinder aus der anatolischen Provinzstadt Kirsehir, die mit ihrem Blut die türkische Flagge gemalt haben. Die nationalistische Zeitung „Tercüman“ erfreute am 16. Januar ihre Leser damit, dass sie das Original vervielfältigte und der Zeitung beilegte.

Weiblicher Kritik an solchen Zeitungsbeilagen wird gewohnt machomäßig begegnet:

Das Blatt antwortete mit einer bösen Kampagne, plazierte die beiden auf die erste Seite und titelte: „Antworten Sie diesen beiden hässlichen Frauen“, den „Feinden der türkischen Flagge“.

Ein knappes Fünftel der Lehrer geht nur noch bewaffnet zur Arbeit:

In 18 Prozent der Schulen wagten sich die Lehrer nur noch ausgestattet mit einem Knüppel auf das Schulgelände, und 16 Prozent der Lehrer waren bereits mindestens einmal Ziel eines tätlichen Übergriffs.

Und wenn man am Arbeitsplatz keinen Prügelpartner findet, dann läßt man die Gewalt schön artig an der Familie aus - im Namen der Anständigkeit wohlgemerkt.

Ob junge Frauen oder junge Männer, jeder lebt mit der Gewalt.“ 49 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen waren mindestens einmal Ziel eines tätlichen Angriffs. Bei den Frauen war meist ein Grund, dass die Väter oder Brüder die Kleidung für „unzüchtig“ hielten oder dass sie es wagten, mit jungen Männern außerhalb der Familie zu sprechen

Natürlich wird die Gewalt nicht nur privat, sondern auch öffentlich zelebriert, so wie zum Beispiel jährlich am 3. März - dem “Befreiungstag vor armenischen Banden”:

Wie jedes Jahr inszenierte die Stadtverwaltung auf dem zentralen Platz ein Spektakel. Wie jedes Jahr mussten alle Schüler im Alter von 7 bis 14 Jahren zusehen. „Damit sie mit nationaler Begeisterung aufwachsen und wissen, dass durch die Hand der Armenier damals 5000 Märtyrer in der Stadt gestorben sind“, rechtfertigte Bürgermeister Ahmet Yaptirmis das Schauspiel.

In der Praxis sieht das dann so aus:

Zum zwanzigsten Mal musste der städtische Arbeiter Celal Akar - gegen seinen Willen - einen der armenischen Bandenführer spielen. Er hatte aus einer Flasche Schnaps zu trinken, betrunken herumzutorkeln, einen muslimischen Imam zu erhängen und ein in Windeln gewickeltes Kleinkind mit dem Bajonett zu erstechen. Wie jedes Jahr heulten bei dieser Szene alle Schüler auf. Endlich bereiten heroische türkische Nationalisten der armenischen Tyrannei ein Ende.

Danke, FAZ!

Tags: islam · politik · türkei

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