Stop Islam

“Meinungsterrorist und Null-Toleranz-Theoretiker” © taz 19. Juni 2008

Stop Islam header image 2

“Gangstermethoden im Namen des Islam”

März 31st, 2008 · 1 Kommentar

Inul Daratista
Als Popstar in islamischen Ländern lebt es sich gefährlich. Diese Erfahrung mußte das indonesische Sternchen Inul Daratista machen. N-TV berichtet:

Als größte Pop-Sensation, die Indonesien je hervorgebracht hat, wurde die 28-Jährige erst gefeiert, doch dann wurde sie jäh vom Sockel des Idols gestürzt. Das war das Werk selbst ernannter Sittenwächter, sagt der australische Dozent Ian Wilson.

Durch Einschüchterung:

Inul ist heute vor allem Geschäftsfrau, Konzerte gibt sie kaum noch, weil Veranstalter und Fernsehsender, die ihre Videos zeigen wollen, bedroht und eingeschüchtert werden.

Erpressung:

FPI- und FBR-Mobs drohen mit Randale vor Konzertsälen und demonstrieren vor Inuls Haus im schicken Stadtteil Pondok Indah

und Schutzgeldforderungen:

Bandenmitglieder hatten verlangt, von Inul als “Wachmänner” eingestellt zu werden, eine andere Art der Schutzgelderpressung.

sollte das Starlet auf den rechten Weg geleitet werden. Wer sind diese Leute?

Sie, das sind Gruppen wie die “Verteidiger des Islam” (FPI) oder das “Bruderschaftsforum” (FBR), die vorgeben, Indonesien im Namen des Propheten rein zu halten.

Verteidiger des Glaubens also, und die Mitgliederzahlen steigen:

Wilson schätzt die Zahl der FBR-Mitglieder allein in Jakarta auf 60.000. Bei FPI geht er von bis zu 30.000 Mitgliedern aus, von denen bis zu 8000 zum harten Kern gehören, der vor Gangstermethoden auch im Namen des Islam nicht zurückschreckt. Junge Arbeitslose und Kleinkriminelle fänden in den Organisationen, die als Schlachtruf die westliche Dekadenz verteufeln und Arbeit, Sozial- und Rechtshilfe bieten, neuen Halt, sagt Wilson

Und die Mitglieder bekommen nicht nur religiöse Untestützung:

“FBR-Mitglieder können ihre finanzielle Situation aufbessern wie sie wollen, so lange dies ‘halal’ ist”, sagte deren Chef Fadloli el-Muhir Wilson, wobei “halal” (rein) in diesem Fall bedeute, was Fadloli erlaube. Geld zu verlangen sei in Ordnung, so die Logik, weil die Bandenmitglieder die Gemeinschaft ja schließlich vor Untugenden schützten und damit einen wertvollen Dienst leisteten.

Die Pop-Karriere Inuls ist beendet. Doch sie läßt nicht einschüchtern und ist mittlerweile als Betreiberin von 20 Karaoke-Bars in Süd-Jakarta erfolgreich. Warten wir ab, bis diese Tempel der westlichen Dekadenz ins Visier der Glaubensschützer geraten.

Anmerkung in eigener Sache: Ich ersuche jeden Leser, diesen Hinweis in eigener Sache zur Zukunft des Blogs zu lesen und eine Antwort zu geben.

Tags: indonesien · islam · meinungsfreiheit · politik · zensur

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Hassan Kal // Mrz 31, 2008 at 14:15

    Es ist alles nur noch eine Frage der Zeit, bis kriminelle Muslimgangs uns auch in dieser Form in Deutschland das Leben “versüßen” werden.

Hinterlasse ein Kommentar