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“Meinungsterrorist und Null-Toleranz-Theoretiker” taz 19.6.2008

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“Berliner Islamunterricht kollidiert mit Mündigkeit”

April 9th, 2008 · 2 Kommentare

Diese harsche Kritik am Berliner Islamunterricht brachte die Erfurter Islamwissenschaftlerin Irka Mohr gestern bei einer Veranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vor. Der Tagesspiegel berichtet über die Gründe, warum in Berlin wieder mal alles etwas anders ist:

Da Berlin im Gegensatz zu fast allen anderen Bundesländern Religion nicht als reguläres Unterrichtsfach an den Schulen anbietet, gestalten die Religionsgemeinschaften den Unterricht in eigener Regie. Der Staat hat kaum Einflussmöglichkeiten.

In der Praxis wirkt sich das dann so aus, daß Radikale ca. 30 mal so viele Schüler unterrichten wie Gemäßigte:

Die erzkonservative Islamische Föderation erteilt seit 2001 Religionsunterricht an mittlerweile 31 Berliner Grundschulen. Von Jahr zu Jahr nehmen mehr Schüler daran teil, im vergangenen Jahr waren es 4471 Kinder. Auch die liberalen Aleviten bieten hier Islamunterricht an, allerdings gehen die Schülerzahlen zurück, 2007 waren es 142.

In anderen Bundesländern haben zwar die Länder mit den Glaubensgemeinschaften die Lehrpläne entwickelt, allerdings sind da politisch überkorrekte Lehrer ein nicht zu unterschätzendes Problem:

In vielen Bundesländern „lavieren die Lehrer herum“, wenn sie den Schülern erklären sollen, was zu den normativen Grundsätzen des Islam gehört und was zur kulturellen Beigabe, was Interpretationssache ist und was nicht. Mohr erzählte etwa von einer Lehrerin in Niedersachsen. Wenn diese von Kindern gefragt werde, ob man als Muslim tatsächlich fünf Mal am Tag beten müsse, so antworte sie, dass die Glaubenspraxis Privatsache sei, über die man im Klassenzimmer nicht sprechen solle. Überzeugend sei dies wohl nicht, so Mohr.

Unerreicht sind aber die Berliner Verhältnisse, so Mohr:

Der Islamunterricht in Berlin kollidiert mit dem staatlichen Bildungsziel der „Mündigkeit“ des Schülers. Im Unterricht der Islamischen Föderation Berlin (IFB) „fehlt die Außenperspektive, den Schülern wird keine Distanz zur eigenen Religion beigebracht und keine Kritikfähigkeit“,

Mündigkeit sieht laut IFB nämlich so aus:

Die IFB interpretiere dies allerdings in ihrem Sinne und nenne als Ziel des Islamunterrichts den „mündigen Muslim“. Das bedeute, der Schüler soll auf jeden Fall zum Glauben und zum Beten erzogen werden, darüber hinaus aber noch angeben können, warum er betet.

Pat Condell hat wohl doch recht mit seiner Aussage der “minderwertigen Kultur“.

Tags: berlin · bildung · islam · politik

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 alla is KOA G_tt // Apr 10, 2008 at 07:20

    RAUS AUS EUROPA MIT DIESEM GESOCKS!!!

  • 2 Jetzt passt mal auf // Sep 26, 2008 at 16:01

    Deine mutter mich auch
    mein sohn

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