Die Anhänger der Religion des Friedens haben sich wieder einmal selbst bloßgestellt. Dieses Mal in einer libanesischen Fernsehsendung, die sich um einen saudi-arabischen Starhenker dreht.
Zuerst wird der Mann zu Hause besucht, wo er seine Waffen demonstriert, danach kommt er mit Verspätung - eine Hinrichtung dauerte etwas länger - zur Videokonferenz, wo ihm eine permanent kicherende und grinsende Kopftuchmoderatorin im Duett mit einem Moderator allerlei detailreiche Fragen stellen. Ein Psychologe des saudischen Innenministeriums ist auch dabei.
Da wir wissen, daß der Koran sogar regelt, mit welcher Hand man sich den Hintern abzuwischen hat, verwundert uns Ungläubige diese Detailversessenheit natürlich nicht mehr.
Leider habe ich es nicht geschafft, das Video hier einzubetten, deshalb hier der Link.
Im elfminütigen arabischen Originaltext mit englischen Untertiteln, die deutsche Übersetzung ist wie immer unten.
Fernsehsprecher: Das ist der berühmteste Henker in Saudi-Arabien, Abdallah bin Said al-Bishi, der die Hinrichtungen ausführt. Sein Schwert grenzt die Grenze zwischen Ernst und Spiel ab. Es gibt kein Verhandeln mit ihm, wenn die Köpfe einmal gereift sind. Wenn es Erntezeit ist, dann ist er der Geeignetste für diese Arbeit.
Henker: Ich habe in diesem Gebiet nach dem Tod meines Vaters zu arbeiten begonnen - ungefähr eine Woche oder 10 Tage nach seinem Tod im Jahre 1412 (1991-92). Ich war überrascht, als die Leute die dieses Arbeitsfeld kontrollieren, mich beriefen, indem sie sagten, ich hätte eine Mission.
Gelobt sei Allah.
Natürlich hatte ich damals keine Schwerter oder anderes, aber ich benutzte die Schwerter meines Vates, möge er in Frieden ruhen, und führte die Exekution aus.
Meine erste Mission war, drei Leute hinzurichten.Fernsehsprecher: Abu Badrs Schwerter haben mehr als hundert Köpfe abgeschnitten. Sein ältester Sohn, Badr, ist in der Ausbildung zum selben Beruf.
Er erbte diesen Beruf von seinem Vater, Said Al-Bishi.
Er erinnert sich, wie - als er noch ein kleiner Junge war - er ihn zum Köpfen eines Kriminellen nach Mekka begleitete.
Dieser Anblick, sagt Abu Badr, war der Wendepunkt in seinem Leben.Henker: Ich war in der Schule und eine Hinrichtung war für meinen Vater angesetzt. Sie sollte vor dem König-Abd-Al´Aziz-Tor stattfinden.
Bevor all das in der Al-Haram-Moschee passierte, fanden die Hinrichtungen dort statt.
Wir tauchten auf. Ich war ein kleiner Junge. Das erste, woran ich dachte, wenn die Leute über Hinrichtungen sprachen, war das Verdauungssystem. Ich wollte es sehen.
Zu dieser Zeit hatten wir an der Schule eine Prüfung über das Verdauungssystem und wir mußten das Verdauungssystem erklären und so weiter….
So kam ich also mit, und in dem Moment, indem mein Vater den Mann hinrichtete, bin ich hingelaufen, um das Verdauungssystem zu sehen, aber alles, was ich sehen konnte, war, daß der Kopf des Mannes herumflog. und wo der Hals war, da war eine Art Schacht. Der ging runter.
Das war´s. Mehr habe ich nicht ausgehalten.
Ich bin im Auto am Nachhauseweg aufgewacht. Nachts versuchte ich zu schlafen, aber konnte nicht.
Ich hatte Alpträume, aber nur einmal. Dann hab ich mich daran gewöhnt, gelobt sei Allah.Fernsehsprecher: Er trägt die Erinnerung von vielen Ereignissen mit sich, was natürlich eine Wirkung auf einen Menschen haben könnte, aber man sieht, daß er manche (Ereignisse) mit Humor verbindet. Er verneint, daß der Henker grausam ist. Er betrachtet sich selbst als einen der mitfühlendsten Menschen, und all die Geschichte über ihn stammen von Gerüchten.
Henker: Fangen wir mit dem “Sultan” an. Ich habe mit dem “Sultan” angefangen. Das ist das Schwert, das ich an meinem ersten Tag bei der Arbeit benützt habe. Das ist ein altes Schwert. Es ist ein “Jowhar”-Schwert. Alle meine Schwerter sind “Jowhar”. “Jowhar” sind die stärksten Schwerter, man benützt sie zum Köpfen. Es ist egal, wieviele Leute man damit geköpft hat. Es ist aus starkem Eisen gemacht, nicht von der Art, das bricht oder so.
Dieses Schwert ist auch ein “Jowhar”. Jedes Schwert ist natürlich anders auf seine eigenen Weise und für seinen Zweck geeignet.
Wir haben dieses Schwert - dieses “Quaridha”, um genau zu sein - welches benutzt wird für vertikale Hiebe. Dieser Hieb ist natürlich anders als der horizontale. Der horizontale geht so. Das sind verschiedene Hiebe.Psychologe des saudischen Innenministeriums: Die Anordnungen der Scharia - Hinrichtungen oder andere von Allah bestimmte Strafen - werden durch das Schwert ausgeführt, nicht durch Hängen oder Gewehrfeuer. In der Vergangenheit wurde Gewehrfeuer verwendet, und dem Beschützer (wörtlich, eher: Angehöriger, Anm.) des Opfers (nicht des Hingerichteteten!!, Anm.) war es erlaubt, das Schießen durchzuführen, aber aus Furcht vor möglicher Ungerechtigkeit hat Saudi-Arabien entschieden, daß Hinrichtungen mit dem Schwert durchgeführt werden.
Moderator: Wie wir am Anfang der Sendung sagten, wird sich der Henker Abdallah Al-Bishi in kürze zu uns gesellen. Er ist beschäftigt, weil er noch beschäftigt ist, eine Hinrichtung durchzuführen. Er kommt direkt von der Arbeit zur Sendung und wird bald bei uns sein.
Es gibt mehrere Henker in Saudi-Arabien, aber es gibt keine genauen Zahlen. Gemäß den Zahlen, die wir aufgrund unserer Nachforschungen erhalten haben, gibt es 6 Henker in Saudi-Arabien, aber es könnten ein paar mehr sein. Es gibt keine genauen Zahlen.Moderatorin: Sie agieren in unterschiedlichen Regionen. Manchmal wird Abullah Al-Bishi gefragt, in andere Regionen zu reisen, um eine Hinrichtung durchzuführen. Wir werden mit ihm darüber sprechen, und über die jungen Henker, die er geschult hat.
Moderator: Schneiden Sie Hände ab oder köpfen Sie nur?
Henker: Ja, ja. Ich führe die Strafe des Handabschneidens bei Dieben aus, genauso wie das Abschneiden einer Hand und eines Fußes auf verschiedenen Seiten, wie es im Koran geschrieben steht.
Moderatorin: Abdallah, wenn sie die Strafe des Gliedmaßenabschneidens durchführen, betäuben Sie die vverurteile Person, oder wird das ohne Betäuben gemacht wie beim Köpfen?
Henker: Im Bezug aufs Handabschneiden, oder Hand- und Fußabschneiden, das wird nur mit lokaler Betäubung gemacht.
Moderatorin: Aber eine Person, die geköpft wird, wird definitiv nicht betäubt, richtig?
Henker: Nein, dieser Person wird überhaupt nicht betäubt.
Moderator: Abu Badr, erinnern Sie sich an das erste Mal, als Sie eine Hinrichtung durchführten? Erinnern Sie sich an diesen Tag?
Henker: Ich erinnere mich an diesen Tag. Ich war überrascht, als die diensthabenden Offiziellen mich fragten, eine von Allahs Bestrafungen durchzuführen. Als ich kam, sagte man mir, daß es eine Hinrichtung sei, und ich sagte: “Kein Problem”. Ich nahm das Schwert, das meinem Vater, möge er ihn Frieden ruhen, gehörte.
Moderator: Wie alt waren Sie damals?
Henker: Zu diesem Zeitpunkt war ich…Ich war ein Mann.
Moderator: Sie sind ein Mann in jedem Alter, darüber besteht kein Zweifel, aber wie alt waren Sie damals?
Henker: Ich kann mich nicht genau erinnern. 32 oder 35. Ich begann im Jahre 1412 (1991/92, Anm.).
Moderator: Wie war die Erfahrung, besonders weil das das Ihr erstes Mal war? Wie haben Sie sich gefühlt?
Henker: Jede Person macht sich ein bißchen Sorgen, wenn sie eine neue Arbeit beginnt, und hat Angst, daß sie scheitert.
Moderatorin: Abdallah, was war Ihre schwierigste Enthauptung? Haben Sie jemals jemanden enthauptet, den Sie kannten?
Henker: Ja, ich habe viele Menschen enthauptet, die meine Freunde waren. Aber wer auch immer eine Verbrechen begeht, ruft das selbst hervor.
Moderator: Ein Zuseher aus Riad hat angerufen, um zu fragen, ob sie Frauen und Männer hinrichten? Richten Sie Frauen hin, und fühlen Sie unterschiedlich, wenn Sie eine Frau oder einen Mann hinrichten?
Henker: Eine Hinrichtung ist eine Hinrichtung. Der Unterschied ist, daß manchmal, wenn man einen Mann hinrichtet, er seine Nerven nicht kontrollieren kann und gerade sitzen oder stehen kann, sodaß die Arbeit ausgeführt werden kann.
Moderator: Und bei Frauen, haben Sie da mehr Mitgefühl als bei Männern? Wir wissen, Sie führen das nur aus, aber was fühlen Sie?
Henker: Wenn ich Mitgefühl für die Person, die ich hinrichte, hätte, dann würde sie leiden. Wenn das Herz mitfühlend ist, dann scheitert die Hand.
Psychologe des saudischen Innenministeriums: Wenn man drei oder vier Leute auf einmal enthauptet, nimmt Sie das mit? Meine zweite Frage: Brauchen Sie eine Pause zwischen den Hinrichtungen? Nimmt Sie das mit oder nicht?
Henker: Gelobt sei Allah, das ist doch keine Kunst. Drei, vier, fünf oder sechs - das ist doch keine Kunst. Das ist ganz normal. Eine Hinrichtung ist eine Hinrichtung, und solange die Person gerade steht…Und solange die Person gerade steht, macht das unsere Arbeit viel leichter.
Moderatorin: Abdallah, wir haben gehört, daß Sie einmal mehrere Leute hingerichtet haben und das Schwert brach. Ist das wahr? Erzählen Sie uns die Geschichte bitte.
Henker: Es war der Griff, der runter ging, nicht die Klinge.
Moderator: Schulen Sie Ihren ältesten Sohn Badr oder einen seiner Brüder, um die selbe Arbeit in der Zukunft zu machen, besonders deshalb, weil Sie diesen Beruf von Ihrem Vater geerbt haben?
Henker: Allah sei gelobt, Badr ist im Begriff, die Position in Riad zugewiesen zu bekommen.
(….)
Henker: Wie ich schon sagte, es gibt keine Schwierigkeit im Ausführen dieser Mission. Das einzige, was mir ein Anliegen ist, daß die verurteilte Person “erledigt” wird, was er so schnell wie möglich tun soll.Moderator: Abu Badr, zu welcher Zeit stehen Sie auf? Essen Sie ein spezielles Frühstück? All diese Details sind wichtig für uns.
Henker: Ich kann die Arbeit nicht näher ausführen. Auf persönlicher Ebene bin ich sehr normal. Ich stehe morgens auf, bete das Al-Fayr-Gebet. Mein Frühstück ist vorbereitet und ich esse es. Gelobt sei Allah. Ich warte auf das Polizeiauto, das mich abholt und ich gehe zur Arbeit. Das ist alles sehr normal. Ich beende die Arbeit und gehe nach Hause. Das ist alles sehr normal.
Moderatorin: Abdallah, manchmal bei Exekutionen fragt der Verurteilte um Verzeihung/Begnadigung (nicht eindeutig erkennbar, Anm.) bei der Familie des Opfers, richtig?
Henker: Um begnadigt zu werden/daß ihm verziehen wird (nicht eindeutig, Anm.)?
Moderatorin: Gehen Sie dann zur Opferfamilie und reden Sie mit ihr?
Henker: Ja, ja. Ich trete da zwischen die Aussöhnungsbemühungen. Es gibt viele gute Leute am Schauplatz, die über die Behörden oder die Polizei intervenieren. Möge Allah sie alle belohnen. Aber der erste zum Schlichten bin ich, der Henker am Schauplatz.
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