Stop Islam

“Meinungsterrorist und Null-Toleranz-Theoretiker” taz 19.6.2008

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Todesfatwa gegen Journalisten

April 21st, 2008 · Keine Kommentare

Ein hoher Vertreter der Religion des Friedens hat sich wieder zu Wort gemeldet. Dieses Mal ist es der höchste Kirchenmann Saudi-Arabiens, der 2 Journalisten in Jenseits befördern möchte. Dieses Mal sind es aber nicht vom Teufel befallenen Westler, sondern Schreiber für die ohnehin schon zensierte saudi-arabische Zeitung “El-Ryad”. Dieses Mal wurde nicht einmal der Islam wurde beleidigt, die beiden Männer hatten die Frechheit, zu fordern, daß Anhänger monotheistischer Religionen nicht mehr als “Ungläubige” bezeichnet werden sollten. Die Kleine Zeitung aus Graz gibt uns einen Einblick in die Steinzeit:

Der saudiarabische Geistliche Rahman al-Barrak hat in einer Fatwa zwei Journalisten zum Tode verurteilt. In dem religiösen Gutachten nannte er als Grund, Abdullah bin Bijad al-Utaibi und Yusuf Abu al-Khail hätten in der Zeitung “Al-Riyad” die Meinung vertreten, dass Anhänger anderer monotheistischer Religionen, nicht als “Ungläubige” bezeichnet werden sollten, berichtet die spanische “El Pais”.

Zwar regt sich leichter Widerstand:

Hunderte arabische Intellektuelle haben sich inzwischen mit den Journalisten solidarisiert. In einer Unterstützungserklärung nannten sie Barrak einen Obskurantisten, der “intellektuellen Terrorismus” betreibe.

doch das Imperium steht fest und einig:

Doch auch Barrak erhielt Unterstützung, so von rund 20 saudi-arabischen Geistlichen.

wie auch schon früher:

Barrak hat bereits eine Reihe anderer berühmt-berüchtigter Fatwas verfasst. In einer beschuldigt er die Schiiten der “Häresie”, in einer anderen forderte er dazu auf, wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen dänische Funktionäre zu ermorden und deren Frauen zu versklaven.

Tags: islam · politik · saudi-arabien

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