Das Pferd von hinten aufzäumen möchte die österreichische Bildungsministerin Claudia Schmied. Jeder, der einmal für längere Zeit im Ausland gelebt und gearbeitet hat (so wie ich), weiß, daß Kenntnisse der Landessprache DER Schlüssel zum beruflichen, privaten und sozialen Erfolg sind.
Frau Schmied, die ihre berufliche Karriere als Protektionskind in einer scheinbar privaten Bank gemacht hat, sieht das anders. Die Presse berichtet über eine an holländischee Verhältnisse angelehnte politisch korrekte Schnapsidee zur Förderung von Parallelgesellschaften:
Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will den muttersprachlichen Unterreicht für Migrantenkinder fördern. Konkrete Maßnahmen sollen im Dezember präsentiert werden.
Zwar plant die Ministerin noch nicht die völlige Kulturaufgabe,:
Die Förderung von Deutsch bleibe weiterhin “unverzichtbar”, betonte Schmied.
doch die ersten Weichen werden bereits gestellt, wie der geschulte Leser am einzelnen Buchstaben in der Klammer erkennen kann:
“Für Migranten sollte als Hilfe zur erfolgreichen Integration ausreichende Unterstützung gewährt werden, damit sie die Sprache(n) des Gastlandes lernen können, während die Bevölkerung der Aufnahmeländer dazu angehalten werden sollte, Interesse an den Kulturen der Einwanderer zu zeigen.”
Es ist so irr: Hunderttausende Ungarn und Tschechoslowaken wurden problemlos in Österreich während des kalten Kriegs aufgenommen, nach dem Zusammenbruch des Habsburgerreiches gab es ebenfalls kein Sprachproblem unter den vielen Nationen und all die Flüchtlinge nach 1945 wurden ebenfalls bestens integriert. Und jetzt - das von Schmied angesprochene Problem dreht sich ja nicht um Migranten per se, EU-Bürger und Jugoslawen, die neben den Türken den größten Anteil der Immigranten ausmachen, sind in der Regel spätestens in der 2. Generation bestens integriert, was man auch am Arbeitsmarkt sieht - soll das nicht mehr gehen? Die Regel, daß der Neuankömmlinge die Sprache des Gastlandes zu lernen hat, soll auf einmal nicht mehr gelten, nur weil ein paar Hinteranatolier damit nicht klar kommen?
Wie gehts weiter? Schaffen wir das Tempolimit auf den Straßen ab, weil sich eh keiner dran hält?
Was ich sagen will: Wird die indigene Bevölkerung den Mut haben, die Regeln selbst vorzugeben oder läßt sie sich von der politischen Korrektheit hertreiben?
Claudia Schmied auf den Misthaufen der politisch korrekten Gutmenschokratur.
4 Antworten bis jetzt ↓
1 in-medias-res // Mai 23, 2008 at 09:31
Das habe ich gestern in den Spätnachrichten gehört und dachte mich trifft der Schlag!
Ich würde gerne unserer lieben Frau Schmied einige Kinder meiner früheren Nachbarschaft vorstellen;
da gibt es Kinder die in zweiter Generation schon hier in Wien geboren sind und ein Deutsch an den Tag legen dass sich die Balken biegen!
Im TV sieht und hört man ja dass speziell Türken schon einen eigenen Slang entwickelt haben.
Vor einigen Monaten hieß es noch man müsse einige Kinder besonders in Deutsch fördern,
jetzt kommt die Dame mit so einem Vorschlag.
Es ist doch so, diese Kinder lernen ihre Muttersprache zu Haus dadurch dass sie sie sprechen,
ob sie aber die Rechtschreibung kennen ist irrelevant, weil keines dieser Kinder je in die ursprüngliche Heimat zurück kehren wird.
Aber so schafft die Frau Schmied eine noch größere Kluft zwischen Integrierten und nicht Integrierten Kinder, bzw. den morgigen Erwachsenen.
2 porky // Mai 23, 2008 at 16:17
Ich war gestern im Krankenhaus um mich ambulant behandeln zu lassen (tut nichts zur Sache), jedenfalls kam da eine türkische Dame ebenfalls zur ambulanten Behandlung…
Zuerst wurde ihr ein Dolmetscher beschafft, dann mußte sie zur Behandlung in ihr Eva-Kleid wechseln (eben Krankenhaus mit Access zu den Hauptschlagadern) Sie weigerte sich ihr Kopftuch abzunehmen, darüber haben sich die Schwestern aufgeregt, aber der Dr. hat sie passend zusammengestaucht… Obwohl ich schon stundenlang da war wurde ich auf den Flur geschoben da ich ja männlich bin. Dann quatschte der Dr. mit der Dame wie ein bekloppter Ausländer (trotz Übersetzer), als ich den guten Mann darauf ansprach wollte er mir schon hinterschwänglich die Nazikeule verpassen, hat er dann aber nicht gemacht (bin lokale Persönlichkeit), sondern die Rezeption aufgefordert die Türkenkinder heran zu schaffen. (mehr dummes Ausländergequatsche von unserem Prof.)… da war ich dann auf dem Flur geparkt umgeben von Türkenbande mit Dolmetscher (für die Kinder, da die Dame schließlich behandelt wurde)..
Ich bin nun im Nachhinein höchst empört, und wenn ich diese bekloppte Ministerin aus Österreich serviert bekomme könnte ich mich bei dem Wort ‘Tourist’ glatt verschreiben…
3 in-medias-res // Mai 23, 2008 at 16:44
@porky - ich stelle mir das grade so bildlich vor,

welch ´Kabarett!
Aber was anderes, von wo kenn ich deinen Nick??
4 porky // Mai 23, 2008 at 19:01
@in-medias-res
Kabarett - in der Tat !
mein Nick?
vielleicht aus dem unverdächtigen Schweinestall?
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