Stop Islam

“Meinungsterrorist und Null-Toleranz-Theoretiker” taz 19.6.2008

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Das Ende der ÖVP?

September 30th, 2008 · 7 Kommentare

Die Islamkritiker Österreichs dürfen jubeln: Aller Voraussicht nach werden bei der nächsten Wahl die beiden islamkritischen Parteien FPÖ und BZÖ wieder gewinnen. Ob das in 6 Monaten oder 5 Jahren ist, ist prinzipiell egal und wird sich höchstwahrscheinlich nur auf die Höhe der Zugewinne auswirken.

Dafür wurden die Weichen heute gestellt: Anstatt sich auf ihren bürgerlichen Grundwerte rückzubesinnen und FPÖ und BZÖ mit ähnlicher Islam-, aber intelligenterer Ausländer- und marktorientierterer Wirtschaftspolitik Paroli zu bieten, hat die ÖVP versucht, die SPÖ zu kopieren, und einem Ökosozialen mit austauschbaren Allerweltspositionen die Parteiführung anvertraut: der seit 5 Jahren amtierende Landwirtschafts- und Umweltminister, auf Neusprech “Lebensminister”, Josef Pröll wurde heute mit 40 Jahren geschäftsführender Bundesparteiobmann geworden, wobei das “geschäftsführend” bald wegfallen wird.

Warum der Versuch einer Kopie? Werner Faymann ist ein Mann ohne Ecken und Kanten, aalglatt und beliebig - aber er hat sich auf sozialistische Kernthemen spezialisiert: Umverteilung und Schuldenmachen. Josef Pröll kann genauso mit Gott und der Welt, ist allseits beliebt, aber trotzdem läßt er sich auf nichts festnageln. Der Mann, der genauso wie sein rotes Pendant keinerlei Erfahrungen in der Privatwirtschaft vorzuweisen hat, kommt zwar aus dem konservativen Bauernbund, befürwortet aber die Homoehe, war im Kabinett Schüssel-II dabei, ist ein bißchen für den Klimaschutz, etc. Am Ende weiß man bei Faymann Retroaustromarxismus aber, wofür er steht, Prölls Positionen gehen im Bündewirrwarr mit den Hofräten Hinsichtl und Rücksichtl vollkommen unter.

Aber zurück zur Position der Islamkritiker: Sie sind ja in der ersten Runde der Koalitionsgespräche nur Statisten, da der Bundespräsident nächste Woche den Vorsitzenden der stärksten Partei beauftragen wird, eine Regierung zu bilden. Und Werner Faymann will weder mit Blau, noch mit Orange. Mit Grün schon, aber dazu braucht es einen Dritten, also bleibt nur sein Lieblingspartner: die ÖVP.
Unter Pröll wird sich diese ÖVP, da vollkommen positionslos, auf der harten Oppositionsbank schwertun. Und sollte man wirklich seit 22 Jahren das erste Mal auf all die Annehmlichkeiten wie Chauffeur, Dienstwagen und viele kleine Extras mehr verzichten, nur um die Partei, die kaum erneuerbar ist, zu erneuern zu versuchen? Da lockt doch die scheinbare Stabilität eines Werner Faymann. Und Pröll wird, so es nicht einen Aufstand oder eine Parteispaltung geben wird, gerne in eine sogenannte “Große Koalition” gehen. Dass die ÖVP dabei gefressen werden wird wie in den 13 Jahren von 1986 bis 1999 als Juniorpartner in derselben unheiligen Allianz, dürfte den Neffen des niederösterreichischen Landeshauptmannes nicht stören. Der Pensionsanspruch ist dann schon gesichert.

Das ist der erste Grund zum Jubeln für das islamkritische Lager. Die Wahrscheinlichkeit für eine “Große Koalition” ist sehr hoch und damit die Chancen für weitere Unzufriedene bei den nächsten Wahlen, die dann wohl erst in 5 Jahren, dann aber mit mehr eingebürgerten Türken stattfinden werden, noch höher. Was lange wächst, ist am Ende widerstandsfähiger.

Sollte es wider Erwarten keine “Große Koalition” geben, so sind die Zukunftsaussichten ebenfalls rosig. Die ÖVP hat mit der Wahl dieses Vorsitzenden das Wählerpotential rechts der “Mitte” aufgegeben und will im pseudoliberalen, linksgrünintellektuellen, urban-schicken Mainstreameinheitsbrei nach Wählern fischen. Und bis der Geburtendschihad das Wahlalter erreicht, gibt es noch eine Mehrheit rechts der Mitte, diese Wahl hat dies wieder bewiesen.

Gleichzeitig ist bei Scheitern von Verhandlungen zu einer “Großen Koalition” die SPÖ gehörig unter Druck. Mit den Grünen hat sie keine Mehrheit und BZÖ und FPÖ hat sie vor der Wahl mehrmals dezidiert als Partner ausgeschlossen. Die SPÖ müßte der FPÖ also einen Köder geben, und da Strache und Haider hoffentlich aus 1999 gelernt haben, kann das nur das Innenministerium sein. Faymann dürfte das für einen bezahlbaren Preis halten: Er darf fleißig Schulden machen und Almosen verteilen, seine zukünftigen Wähler sind schon geboren und fleißig am sich fortpflanzen, da tut ihm ein energisches Einschreiten gegen Asylmißbrauch nicht mehr weh.

Strache kann aber mit Faymann ruhig hoch pokern, er hat als Alternative eine permanent regierungsgeile ÖVP, die notfalls auch mit Haider in eine Dreierkoalition gehen würde.

Egal welches Szenario auch kommt, es scheint derzeit äußerst unwahrscheinlich, dass sich eine derzeitige ÖVP, die sich bei einem Herz-Lungen-Kollaps einen Visagisten anstelle eines Notarztes holt, mittelfristig wieder zu alter Bedeutung gelangt. Der Untergang der Democrazia Cristiana, auch wenn dieser aus anderem Anlaß geschah, ist in diesem Falle wohl eher richtungsweisend.

Tags: islam · politik · österreich

7 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Nörgler // Sep 30, 2008 at 06:40

    Die Österreicher haben FPÖ und BZÖ gewählt und das ist gut so. Sicherlich ist nicht jede Position beider Parteien optimal, doch werden sie frischen Wind bringen in ein Wien, in das offenbar auch schon die Political Correctness Einzug gehalten hat.

    Unsäglich waren manche Kommentare in Deutschen Medien darüber. In diesem Sinne: Liebe Österreicher, wählt ruhig, wen ihr wollt!

    http://noergelecke.blogsome.com/2008/09/30/politische-plattentektonik-2/

  • 2 Toranaga // Sep 30, 2008 at 07:23

    Das Volk hat gesprochen. Die Politikerder ÖVP/SPÖ machen weiter als wäre nichts geschehen. Die Hinrichtung der Demokratie.

  • 3 in-medias-res // Sep 30, 2008 at 08:47

    Internationale Medien sind fast beleidigend,
    ich frage mich wie die alle meinen dass der Alltag hier funktioniert?
    Laufen Bürger mit dämlichen Parolen durch die Stadt??
    Der Österreicher wird immer (meist) seinen eigenen Kopf bewahren,
    unabhängig davon was Brüssel oder sonst wer meint sagen zu müssen,
    und das ist gut so!

  • 4 Hannes 58 // Okt 2, 2008 at 16:17

    Es gibt Hoffnung! Auch wenn es über einen Umweg geht. Schön wäre es wenn Deutschland auch langsam aufwacht

  • 5 Jetzt passt mal auf // Okt 11, 2008 at 16:12

    Ihr seid alle aud dem satans ich sags euch nur weil ihr es nicht die gültigkeit des christentums ist beendet somit auch die wirkung der bibel das einzige buch was nicht seine gültigkeit verliert ist und bleibt kuran und somit der islam.

  • 6 Islamische Freiheitsvorstellung | Stop Islam // Dez 10, 2008 at 00:28

    […] Es ist viel passiert, seitdem ich nicht mehr geschrieben habe. Dinge, die Hoffnung machen: wie zB, daß der Aufstieg derer, die die islamische Gefahr in Österreich erkannt haben, durch den Selbstmord der ÖVP manifestiert wurde - was ich ja noch voraussagte. […]

  • 7 AntiChrist // Dez 12, 2008 at 19:10

    normaler weise bin ich christ! aber ich bin antichrist oder besser volkommen ohne glauben! ich hasse alles was mit der kirche zu tun hat! die kirche basiert nur auf lügen und zieht den menschen das geld aus den taschen!!!!

    Hier die Leute sind auch ziemlich kaputt in der Birne.

    Unverständnis gegenüber dem Christentum beruht oft auf falscher Information, bzw. einer unglücklichen Selbstdarstellung auch von christlicher Seite. Ablehnung entzündet sich aber oft auch an den Punkten, die wirkliche Scheidepunkte sind.

    Kritik am Christentum ist aber nicht immer nur Kritik an der Religion, sondern oft auch Kritik an der Praxis der säkularen Gesellschaft des Westens. Beides wird oft nicht sauber getrennt, sondern in eine Beziehung gesetzt. Denn auch die säkulare, westliche Gesellschaft gilt für viele Muslime als Frucht des Christentums und einer christlichen Gesellschaft. Interessanterweise begehen aber auch christliche “Abendländer” den gleichen Fehler, wenn sie einen Vorgang der arabischen Welt, im Iran oder Afghanistan als symptomatisch für das Verhalten “des Islam” ansehen.

    Befremdlich für Muslime ist die Rigorosität, mit der dogmatische Fragen behandelt werden. Wenn sich dann auch noch Lehrämter oder Kirchenleitungen beteiligen, wird es für sie völlig unverständlich. Denn für Muslime gibt es keine Hierarchie in der Auslegung der Offenbarung und keinen Zwang und keine Ausschließlichkeit in der dogmatischen Diskussion. Solange die Autorität des Korans - der Offenbarung selbst - nicht hinterfragt wird, ist jeder Muslim frei, sich in der Fülle der Meinungen der Rechtsschulen, Gelehrten und Kommentatoren zu bewegen

    Das Christentum
    “verfälschte” Bibel
    unsichere Überlieferung

    Offenbarung: Menschenwort

    Aufweichung: Gottessohnschaft, Dreieinigkeit und Heiligenverehrung

    Religion der Übertreibung
    Askese und Freizügikeit

    gesellschaftlich freizügig
    vereinsamtes Individuum

    Religion der Mission

    Unterdrückung durch Kirchenhierachie

    Ihr hab eure scheiße nicht mehr im Griff und geht jetzt auf andere Los !

    Euch sollte man stoppen und bekämpfen. Schreibt so viel Hirnkrebs hier rein , aber wo ich den Koran und die Sunna gelesen habe, hat eure Darstellung hinten und vorne nicht gepasst.

    Empfehlung:
    Seid nicht nur Computerjunkies und versteckt euch hinter dieser Spastenseite, sondern sprecht mit Gelehrten und stellt Fragen. Oder habt Ihr Angst eure Überzeugung zu verlieren ?

    Deutschland hat nach Hitler wohl immer noch nichts gelernt.

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